Ivomec® Plus

IVOMEC® PLUS

ad us. vet.
Injektionslösung. Behandlung und Bekämpfung von Endoparasiten, einschliesslich Leberegel, sowie von Ektoparasiten bei Rindern.

 

ZUSAMMENSETZUNG

Ivermectinum 10 mg
Clorsulonum 100 mg
Glyceroli formalum, Propylen glycolum qs ad 1.0 ml

 

EIGENSCHAFTEN/ WIRKUNGEN

Ivomec plus kombiniert Ivermectin, das für die Kontrolle der Endo-und Ektoparasiten eingesetzt wird, mit dem Fasziolizid Clorsulon.
Eine einzelne Injektion von Ivomec plus bietet alle Vorteile von Ivermectin undgewährleistet darüber hinaus die Kontrolle adulter Fasciola hepatica und F. gigantica. Ivomec plus kann in Gegenden, in denen Leberegel eine wirtschaftlich relevante Rollespielen, eingesetzt werden.
Ivomec plus ist eine gebrauchsfertige sterile Lösung von 1% Ivermectin und 10% Clorsulon.
Ivermectin inaktiviert parasitierende Nematoden, Arachniden und Insekten durchgezielten Effekt auf das Nervensystem der Parasiten. In therapeutischer Dosierung wird Ivermectin von Rindern gut vertragen, da es im allgemeinen kaum in das zentrale Nervensystem eindringt, wo GABA als Neurotransmitter vorkommt.
Clorsulon wirkt durch Unterbrechung metabolischer Vorgänge im Leberegel, das heisstdurch Blockade von Enzymen, die für dessen Energieproduktion von Bedeutung sind.

 

PHARMAKOKINETIK

Die Plasmaprofile zeigen eine langsame, regelmässige Ivermectin-Absorption mit einem Höchstwert am Tag 7 nach Verabreichung, während die Absorption von Clorsulon miteinem Höchstwert 8 Stunden nach Applikation rasch erfolgt. Die höchstenIvermectin-Rückstände werden in der Leber (Höchstwerte 7 Tage nach Verabreichung) und danach im Fett gefunden. Ivermectin wird vorwiegend im Kot ausgeschieden.Hauptkomponente ist dabei der unveränderte Wirkstoff. Die höchsten Clorsulon-Rückstände werden in den Nieren (am dritten Tag nach Applikation) gefolgt von der Leber, gefunden.

 

INDIKATIONEN

lvomec plus ist angezeigt zur Behandlung und Bekämpfung der nachfolgenden Parasiten:
Magen-und Darmrundwürmer
Ostertagia spp. (adulte, L3 und L4, einschliesslich inhibierte Ostertagia ostertagi)
Haemonchus placei (adulte, L3 und L4)
Trichostrongylus spp. (adulte und L4)
Cooperia spp. (adulte und L4)
Oesophagostomum radiatum (adulte, L3 und L4)
Nematodirus spp. (adulte)
Strongyloides papillosus (adulte)
Bunostomum phlebotomum (adulte, L3 und L4)
Toxocara vitulorum (adulte)
Lungenwürmer
Dictyocaulus viviparus (adulte, L4 und inhibierte L5)
Andere Rundwürmer
Parafilaria bovicola (adulte)
Thelazia spp. (adulte)
Leberegel
Fasciola hepatica (adulte)
Mit der empfohlenen Dosis werden unreife (8 Wochen alte) Stadien nur zum Teil erfasst.
Fasciola gigantica (adulte)
Dasselfliegen (parasitische Stadien)
Hypoderma spp.
Läuse
Haematopinus eurysternus
Linognathus vituli
Solenopotes capillatus

Räudemilben
Psoroptes communis var. bovis
Sarcoptes scabiei var. bovis
Das Präparat kann auch zur Behandlung von Chorioptes bovis und Damalinia bovis eingesetzt werden, aber die Elimination der Parasiten kann unvollständig sein.
Mit der empfohlenen Dosis von 1 ml pro 50 kg KGW kontrolliert Ivomec plus wirksam bis mindestens 7 Tage nach der Behandlung Infektionen mit Ostertagia spp. und Cooperia spp., sowie bis mindestens 14 Tage nach der Behandlung Infektionen mit Dictyocaulus viviparus.

Behandlung gegen Rinderdasseln
Ivomec plus ist hochwirksam gegen alle Stadien der Rinderdasseln, jedoch sollte der Behandlungszeitpunkt richtig gewähIt werden. Der günstigste Zeitpunkt ist unmittelbar nach Ende der Schwärmzeit der Dasselfliege. Werden Hypoderma-Larven zu einem Zeitpunkt abgetötet zu dem sie sich in lebenswichtigen Bereichen des Wirtes befinden, können unerwünschte Wirt-Parasit-Reaktionen auftreten, bis hin zum Todesfall. Das Abtöten von Hypoderma lineatum im oesophagealen Gewebe kann Blähungenverursachen. Wird Hypoderma bovis im Wirbelkanal abgetötet, kann es zu kollerartigen Symptomen oder Lähmung kommen. Diese Reaktionen sind nicht spezifisch für Ivermectinund können bei jeder erfolgreichen Dasselbehandlung auftreten. Rinder sollten deshalb entweder vor oder nach der Entwicklung dieser Stadien der Dasselfliege behandelt werden. Tiere, die nach Ende der Schwärmzeit mit Ivomec plus behandelt wurden, können in der Wintersaison erneut damit gegen Endoparasiten, Räudemilben oder Läusebehandelt werden, ohne Gefahr von Reaktionen in Zusammenhang mit Dasselfliegen.

 

DOSIERUNG/ ANWENDUNG

lvomec plus sollte nur subkutan in einer Dosierung von 1 ml pro 50 kg KGW (entsprechend 0.2 mg Ivermectin und 2 mg Clorsulon pro kg KGW) verabreicht werden.
Bei kühlen Temperaturen erhöht sich die Viskosität des Produktes. Die Applikation von Ivomec plus bei Temperaturen von 5°C und darunter kann Schwierigkeiten bereiten. Durch Erwärmen des Produktes und des Injektionsgerätes auf mindestens 15°C lässt sich das Dosieren erleichtern. Dosen über 10 ml sollten auf 2 Injektionsstellen verteilt werden. Andere parenteral zu applizierende Arzneimittel sollten nicht an der gleichen Stelle gegeben werden.

 

ANWENDUNGSEINSCHRÄNKUNGEN

Kontraindikationen
Nicht intramuskulär oder intravenös verabreichen.
Vorsichtsmassnahmen
Bei empfohlener Dosierung wurde die Zuchtleistung von Kühen oder Bullen nicht negativ beeinflusst. Der häufige und wiederolte Einsatz sowie Unterdosierung kann zu Resistenzentwicklung führen.

 

UNERWÜNSCHTE WIRKUNGEN

Vereinzelt kann es zu momentanem Unbehagen sowie vorübergehenden Schwellungen an der Injektionsstelle kommen - Reaktionen, die jedoch ohne Behandlung wieder abklingen.

 

ABSETZFRISTEN

Essbare Gewebe: 66 Tage
Milch: Laktierende Tiere sind von der Behandlung auszuschliessen.
Nicht innerhalb von 28 Tagen vor dem Kalben behandeln.

 

WECHSELWIRKUNGEN

Bei vorher durchgeführter Lungenwurmvakzinierung sollte die Behandlung mit Ivomec plus nicht vor Ablauf von 14 Tagen nach der zweiten Vakzinierung durchgeführt werden.

 

SONSTIGE HINWEISE

  • Durch Ivermectin im Kot werden bestimmte Arten der Dungfauna (z.B. Fliegenlarven und Dungwürmer) in ihrer Entwicklung beeinträchtigt. Der Dungabbau wird jedoch nicht verzögert.Wie Studien belegen, wird Ivermectin nach erfolgter Ausscheidung an Bodenbestandteile gebunden und so langsam freigesetzt, dass ein relevanter Uebergang in Gewässer nicht zuerwarten ist.
    Da freies Ivermectin für Fische und bestimmte im Wasser lebende Organismen gefährlichsein kann, sollten Behältnisse und Arzneimittelreste unschädlich beseitigt werden. Bei richtigem Gebrauch sind von Clorsulon keine Gefahren für die Umwelt zu erwarten.
  • Vor Licht schützen, Flasche in Schachtel und unterhalb 25°C aufbewahren.
  • Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
  • Aufbrauchfrist nach erster Entnahme: 28 Tage.
  • Das Präparat darf nur bis zu dem auf der Packung mit “Exp.” angegebenen Datum verwendet werden.

 

PACKUNGEN

Flasche zu 50 ml.

Swissmedic: 51’437 (A)
ATCvet QP54AA51

Zulassungsinhaberin
BIOKEMA SA
Crissier-Lausanne

Stand der Information: April 2011.